Digitale Souveränität für Blankenheim

🛡️ Digitale Zukunft verantwortungsvoll gestalten

Warum wir einen Finanzansatz im Haushalt beantragt haben

Digitalisierung prägt längst den Alltag unserer Kommune. Anträge, Termine, interne Abläufe und sensible Daten hängen heute von digitalen Systemen ab. Doch mit der zunehmenden Bedeutung wächst auch die Verantwortung: Wer hat die Kontrolle über diese Systeme? Wie sicher sind sie? Und wie unabhängig bleibt unsere Gemeinde langfristig?

Genau hier setzt unser Antrag zur Stärkung der digitalen Souveränität und Zukunftsfähigkeit der Gemeindeverwaltung an, den wir für die Ratssitzung am 29. Januar 2026 eingebracht haben.

Vorsorge statt späterer Abhängigkeit

Internationale Spannungen, kriegerische Konflikte und politische Entscheidungen zeigen, dass digitale Infrastruktur kein neutrales Werkzeug mehr ist. Abhängigkeiten von extern kontrollierten Systemen können Verwaltungen verwundbar machen – rechtlich, finanziell und organisatorisch.

Unser Antrag verfolgt deshalb einen klaren Ansatz: frühzeitig hinschauen, Risiken erkennen und Handlungsspielräume sichern. Es geht nicht um einen schnellen oder überstürzten Umbau, sondern um einen geordneten, schrittweisen Prozess, der fundierte Entscheidungen ermöglicht.

Was wir konkret erreichen wollen

Mit einem überschaubaren Finanzansatz im Haushalt 2026 soll eine fachlich fundierte Grundlage geschaffen werden. Dazu gehören:

  • eine systematische Analyse bestehender digitaler Abhängigkeiten,

  • die Entwicklung eines mehrjährigen Zukunftskonzepts,

  • Schulungen fĂĽr Mitarbeitende,

  • sowie die PrĂĽfung europäischer und offener Alternativen.

So kann die Gemeinde ihre digitale Infrastruktur gezielt weiterentwickeln, Kostenrisiken besser einschätzen und langfristig unabhängiger werden.

Gut fĂĽr Verwaltung, gut fĂĽr BĂĽrgerinnen und BĂĽrger

Digitale Souveränität ist kein Selbstzweck. Sie sorgt dafür, dass Verwaltungsleistungen zuverlässig funktionieren, sensible Daten geschützt bleiben und Steuergelder verantwortungsvoll eingesetzt werden. Eine gut vorbereitete Verwaltung ist stabiler, flexibler und auch in Krisenzeiten handlungsfähig.

Unsere Haltung

Digitale Souveränität beginnt nicht in Brüssel oder Berlin, sondern hier vor Ort. Mit unserem Antrag setzen wir ein klares Zeichen für Weitblick, Verantwortung und eine zukunftsfähige Kommune. Der Antrag wird im Zusammenhang mit den Haushaltsberatungen 2026 beraten.

Wir bleiben dran – transparent, sachlich und im Dialog.

Häufig gestellte Fragen

FAQ

Der Antrag zielt darauf ab, die digitale Infrastruktur der Gemeindeverwaltung strategisch weiterzuentwickeln. Dazu sollen bestehende digitale Abhängigkeiten analysiert, Risiken bewertet und Perspektiven für mehr digitale Unabhängigkeit erarbeitet werden.

Internationale Spannungen, kriegerische Konflikte und politische Entscheidungen zeigen, dass digitale Infrastruktur kein neutrales Thema mehr ist. Verwaltungen können in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt werden, wenn zentrale digitale Systeme außerhalb Europas kontrolliert werden. Vorsorge ist deshalb verantwortungsvolle Kommunalpolitik.

Nein. Der Antrag setzt bewusst auf einen geordneten und schrittweisen Prozess. Ziel ist es, Veränderungen gut vorzubereiten, Alternativen zu prüfen und fundierte Entscheidungen zu treffen, statt übereilt bestehende Strukturen zu ersetzen.

Mit dem vorgesehenen Finanzansatz sollen eine fachliche Analyse, ein mehrjähriges Zukunftskonzept, Schulungen für Mitarbeitende sowie die Prüfung europäischer und offener Alternativen ermöglicht werden. Es handelt sich um eine Investition in Planungssicherheit und Zukunftsfähigkeit.

Offene Standards und Open-Source-Lösungen ermöglichen mehr Transparenz, Kontrolle und langfristige Kostensicherheit. Sie bieten Kommunen die Möglichkeit, Abhängigkeiten zu reduzieren und digitale Strukturen nachhaltiger zu gestalten.

Eine digital souveräne Verwaltung ist langfristig stabiler, sicherer und verlässlicher. Sie schützt sensible Daten besser, bleibt auch in Krisenzeiten handlungsfähig und kann öffentliche Mittel effizienter einsetzen.

Digitale Souveränität wird auf europäischer Ebene diskutiert, beginnt aber ganz konkret vor Ort. Kommunen treffen täglich Entscheidungen über Software, Daten und digitale Abläufe. Deshalb ist auch kommunales Handeln entscheidend.

Download

Antrag | Stärkung der digitalen Souveränität und Zukunftsfähigkeit der Gemeindeverwaltung

WeiterfĂĽhrende Informationen

🎧 Podcast | Folge 11 | Fremde Server – eigene Risiken
Im politischen Podcast „Auf die Ohren, fertig, GRÜN!“ spricht Wilfried Gierden darüber, wie Kommunen digitale Kontrolle zurückgewinnen können und warum das für Demokratie sowie Freiheit entscheidend ist.

Verwandte Artikel